Aussaat, Aufzucht und Kultur der einzelnen Gemüse

Sie wollten schon immer mal eigenes Gemüse anbauen, haben aber keine Ahnung wie? Hier bekommen Sie Tipps vom Profi.

Mit diesem kleinen, leicht zu verstehenden Ratgeber geben wir ihnen kurz und prägnant die wichtigsten Tipps zum Thema Gemüseanbau. Bevor Sie die Gartenplanung starten lesen Sie sich kurz durch, worum es geht und was die Knackpunkte sind.


  1. Kohlgemüse

    Diese gehören zu den stark zehrenden Gemüsesorten. Am anspruchsvollsten sind Weißkraut und Blumenkohl. Neben Mist gibt man 14 Tage vor dem Pflanzen 100-140 g. Volldünger aufs Land (pro m²)
    Merke: Je kleiner der Garten, desto weniger Kohl ziehe heran!

    Blumenkohl

    stellt an Boden besondere Anforderungen, auch in Punkto Bewässerung. Früh anhäufeln. Bevor sich die Blume entwickelt zwei mal Flüssig Düngen. Die Blume durch zusammenbinden vor Sonneneinstrahlung schützen., So bleibt sie länger weiß und schiesst nicht

    Weißkohl

    Düngung wie Blumenkohl. Jungpflanzen können bei Samen Andreas gekauft werden :D . Späte Sorten ab Mitte April aussäen. Pflanzweite 60 cm. Dazwischen Kohlrabi oder Kopfsalat setzen.

    Rotkohl

    Wie Weißkohl, Pflanzabstand bei frühen Sorten 40 cm, bei späteren auch 60 cm.

    Wirsing

    Wie Rotkohl

    Rosenkohl

    Aussaat im April, Pflanzung nicht nach Mitte Juni. Abstand idealerweise 60 cm. Hält man die Pflanzzeit ein, entwickeln sich feste Röschen ohne das Ausschneiden der Krone. Das Ausschneiden ist ein Notbehelf, das nicht vor Ende September vorgenommen werden darf.

    Grünkohl

    wird mitte April bis Mai ausgesät. und bis Mitte Juli ausgepflanzt in 40-50 cm Abstand, z.B. nach den Frühkartoffeln.

    Kohlrabi

    Ausgezeichnete Zwischenfrucht. Wird ab mitte April ausgeplfanzt. Reichlich Wässern und Düngen sorgt für guten Ertrag. Wachstumsstockungen durch Trockenheit oder Frühfröste unbedingt vermeiden: Sie bewirken frühes schiessen oder verholzen.


  2. Wurzelgemüse

    Wurzelfrüchte werden nur auf altgedüngtem Boden unter Verwendung von Handelsdüngern (organisch-mineralishcer Volldünger) angebaut. man gibt die bei kohlgewächsen angegebenen mengen.

    Möhren

    werden im zeitigen Frühjahr in Reihen von 20 cm Abstand dünn ausgesät. 2. Aussaat erfolgt im April.

    Salatrüben oder rote Beete

    spielen beim Einmachen eine große Rolle. Aussaat gegen Ende April in Reihen von 25 cm Abstand. Später verziehen auf 10 cm Abstand! Einzelkornaussaat: alle 12 cm 3 Körner ins zusammen säen und das Kraftigste stehen lassen. Man kann für den Wintergebrauch noch i Juni säen.

    Rettich

    Man unterscheidet Sommer- und Winterrettich. Erster wird nicht vor Mitte April, letzerer nicht vor Mitte Jui Ausgesät. Rettich liebt einen frischen feuchten Boden, der nährstoffreich aber nicht frisch gedüngt sein darf. Wichtig ist das Gießen, gerade bei sandigen Böden (sonst ist die Anzucht ausgeschlossen). Reihenabstand bei Sommerrettich 25 cm, bei Winterrettich 30 und jeweils 15 bzw. 20 cm in der Reihe.

    Radieschen

    Bereitwürfig aussäen auf feuchten Kompost oder Torfmull. Reichlich giessen, auch mit Flüßigdünger wie beim Rettich ist empfohlen. Erste Aussaat im März, folgesaaten alle 4 Wochen. Im Sommer nur im Halbsschatten.


  3. Zwiebelgewächse

    stellen ungefähr die selben Ansprüche an den Boden wie Wurzelgemüse. Stallmist, Jauche und Geflügeldünger sind zu vermeiden. MAn gibt am besten Flüssigdunger oder Volldünger. Porree liebt frischen Dünger.


  4. Hülsenfrüchte

    lieben altgedüngten Boden und verlangen ene stärkere Zufuhr von Kali und Phosphor. Stickstoff nur sehr wenig düngen, da Hülsenfrüchte selbst für genügend Harnstoff sorgen (Leguminosen)

    Erbsen

    Die erste Aussaat erfolgt rechtzeitig im Frühjahr. Erbsen sind widerstandsfähig gegen rauhe Witterung und schlechte Bodenverhältnisse. Für spate sorten, die Aussaat erfolgt ab Ende April, nimmt man Markerbsen. Erbden werden in 5cm tiefe Furchen ziemlich dicht gelegt. Sobald die Erbsen aufgehen wird gehackt, mach 14 Tagen angehäufelt. hohe Sorten sind unbedingt mit sog. Reisern zu versehen. Interessant sind neue Sorten, welche sich selbst tragen ("Grandera").

    Buschbohnen

    Buschbohnen sind anspruchslos. Erste Aussaat nicht vor Mai.Folgesaaten im Abstand von 3-4 Wochen. letzte Aussaat gegen Ende Juli.Horstig legen: 4-5 Körner alle 25 cm in eine 2cm tiefe Furche legen, Reihenabstand 30 cm.

    Stangenbohnen

    stellen höhere Anforderungen an die Kultur als Buschbohnen, lohnen aber durch einen langandauernden Ertrag. Man muss zuerst Stangen, mit einem Reihen abstang von 70 cm. Um jede Stange legt man 7 Bohnen 2 cm tief. Wichtig ist sicherer Schutz vor Schnecken und Vögeln vom Keimstadium bis zu einer Höhe von 10 cm.

    Puffbohnen

    Auch dicke Bohnen oder Saubohnen genannt. Anbau schon ab Februar möglich, auch gerne mit Vorkeimung (vortreiben im keller etc.).60 cm Reihenabstand, 10 cm in der Reihe. Saattiefe 5 cm. Keimdauer nur 1 Woche. Hacken und Häufeln fördert das Wachstum.


  5. Blattgemüse

    Kopfsalat

    Sehr gute Zwischenfrucht. Hat gerne frisch gedüngte Böden. An Bewässerung darf es nicht mangeln, vor allem an heissen Sommertagen. Wichtig ist die Wahl der Sorte, Frühsorten schiessen bei zu warmer Witterung. Abstand 40-50 cm. Wintersalat wird ab August bis September ausgesät und im Oktober in Reihen von nur 15 cm Abstand gepflanzt und bei Schneefall mit Tannenreisig oder Vlies abgedeckt werden.

    Endivien

    Verlangen einen guten, altedüngten Boden und gedeien prächtig nach Hüldsenfrüchten. Aussaat ab Julei, Reihenabstand 30 cm, Pflanzweite 40. Man kann ohne weiteres, ähnlich wie bei Chicoree, Pflanzen im Keller in Sand einschlagen um eine Winterernte zu erreichen.

    Feldsalat

    auch Rapunzel genannt. Darf nicht auf frisch gedüngten Böden angebaut werden. Aussaat breitwürig ab Ende August. Ernte im Spätherbst oder zeitigen Frühling.

    Spinat

    Es darf zwar frisch gedüngter Boden sein, jedoch nicht zu stark, insbesondere keine Jauche oder Mist: Spinat ist ein Nitritsammler (Schadstickstoff). Aussaat traditionell in der kühleren Jahreszeit. Also März / April oder August / September. Aussaat in Reihen von 20 cm Abstand. Beim Ernten Wurzeln mit entfernen und nicht dem Kompost zuführen.

    Neuseeländer

    Spinatähnliches Gemüse, auch Pflückspinat genannt. Anbau hervorragend in der wärmeren Jahreszeit möglich. Lange Keimdauer. Aussaat in Reihen von 30 cm Abstand.

    Mangold

    Schiesst im vergleich zu SP/inat nicht, also ist auch eine Aussaat im späten Frühling / Frühsommer möglich. Liebt dungreichen Boden, Bewässerung und FLüßigdünger. Überwintert bei nicht all zu strengen Wintern und liefert das Erste Frühlingsgemüse. Aussaat sehr dicht möglich, zu dicht stehende Pflanze nals erstes ernten.

    Melde

    Breitwürfig oder in Reihen von 25 cm Abstnd aussäen. Blätter werden wie Spinat zubereitet. Verwildert gerne, wenn man die Samenstände stehen läßt.


  6. Fruchtgemüse

    sind allesamt wärmeliebend, daher Anbau nur in geschützer Lage empfohlen.

    Gurken

    Zur Aufzucht von Gurken ist eine Bodenverbesserung dringend zu empfehlen. Zu diesem Zweck zieht man durch die Mitte des 1m breiten Gurkenbeetes eine mindestens 15 cm breit und tiefe Furche und füllt diese mit einer Mischung aus Kompost, Gartenerde und Torfmull. In diese Mischung legt man alle 20 cm 3 Kerne in dreiecksform, jedoch niemals vor dem 10. Mai. Schutz der Jungen Pflanzen durch Vlies ist zu empfehlen. Haben Die Pflänzchen 5 Blätter werden sie angehäufelt. Gegossen wird nie direkt auf die Pflanzen mit abgestandenem Wasser. Als Randbepflanzung können Salat und Kohlrabi genommen werden.

    Kürbisse

    Speisekürbisse kann man schon im April vorziehen. 2 Pflanzen reichen für eine Familie vollkommen aus, da sie großen Platz in Anspruch nehmen. Die Pflanzen Mitte Mai auf gutgedüngten Boden Pflanzen. Die besten Erfolge werden erzielt wenn man Gruben mit verrrottetem Mist, Kompost und Lauberde auffüllt und diese Stellen bepflanzt. Um größere Früchte zu bekommen kappe man die Ranken nach 2-3 Früchten. Es ist zu empfehlen den großen Früchten Holzlatten unterzulegen um Fäulnis zu vermeiden. Falls Sie Zierkürbisse anpflanzen wollen gelten die selben Düngebedingungen, jedoch sollte ein Spalier / Zaun in der Nähe sein.

    Tomaten

    Tomaten verlangen wie Gurken einen warmen Standort und gut gedüngten Boden. Neben verrottetem Mist gebe man pro Pflanze (!) 100 gramm Tomatendünger ein paar Wochen vor dem Auspflanzen bei der vorbereitung des Bodens mit ins Land. Idealerweise kauft man Mitte Mai fertige Pflanzen, da diese bereits abgehärtet sind und setze diese im Abstand von 60 cm - 1 m an einen mindestens 1,50m hohen Tomatenstab. Da in den letzten Jahren die gefürchtete Kraut- und Braunfäule immer mehr auf dem Vormarsch ist, sollten im Freiland nurnoch resistente Sorten (Phantasia, Philovita) angebaut werden. Um zu viele Triebe zu verhindern werden die Tomaten alle Woche ausgegeizt. Der Haupttrieb bleibt stehen, die Seitentriebe werden in den Blattachseln entfernt. Auf diese Weise gibt es kein wildes durcheinander und nicht so viele kleine Früchte. Anfang August wird der Haupttrieb gekappt, damit die letzten Früchte genügend Kraft zum Ausreifen bekommen.


  7. Kartoffeln

    Kartoffeln verlangen leichten gut gedüngten Boden und einen warmen Standort. Da sie eng mit Tomaten verwand sind, sind diese nicht im Fruchtwechsel mit eben solchen zu verwenden. Auf 100 m² nehme man: Stallmist und 10 kg Volldünger. Wichtig ist das Vorkeimen der Erdäpfel. Dazu legt man sie mit der Krone (Kopfende) senkrecht in flache Kisten. Man stellt den Behälter an einen warmen und hellen Raum (im März), wo sie 2-5 cm lange Triebe bilden, die beim Pflanzen (Mitte April) nicht abgebrochen werden dürfen. Reihenabstand 40 cm, Pflanzweite 35 cm. 10 cm mit Erde bedecken. Ein Anhäufeln der Triebe kann die Ernste verdoppeln. Bitte benutzen Sie nur Saatkartoffeln, da diese auf Viruserkrankungen geprüft wurden. Benutzt man virose Speisekartoffeln, ist der Anbau von Kartoffeln (und Tomaten) für Jahre Tabu!



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